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Buch: Als die Klimakatastrophen kamen: Wasserstoff-Weltbild kontra Hypothesen-Inflation von Rudolf J. Gottfried

Buchkritiken: Als die Klimakatastrophen kamen: Wasserstoff-Weltbild kontra Hypothesen-Inflation von Rudolf J. Gottfried

star rating  5 Sterne, 2 Rezensionen
Kategorien: Buch, Geowissenschaften, Wasserstoff, Weltbild, Umweltfragen, Erdgeschichte, Klimarettung, Klimakatastrophe

von: Rudolf J. Gottfried
Verlag: Shaker




 "Wasserstoff-Weltbild" kann auch unterhaltsam sein

Der anonyme Schreiber der unterhalb angeführten Rezension zu "Wasserstoff-Weltbild..." trifft die Anliegen des Buches ganz ausgezeichnet. Man kann seine Aussagen nur bestätigen. Leider besaß der Rezensent offensichtlich nur die 1. Auflage mit einigen peinlichen Fehlern. Trotz Korrekturlesens waren die Fehler vor dem Druck übersehen worden. Seit Oktober 2010 liegt nun eine 2. aktualisierte und überarbeitete Auflage vor, in der nicht nur die gefundenen Fehler beseitigt wurden. Komplizierte Texte wurden auch etwas verständlicher gestaltet, lange Sätze entflochten usw. Das Buch enthält aber nicht nur eine Darstellung des Wasserstoff-Weltbildes. Man muss es deshalb nicht Seite um Seite lesen, sondern kann an beliebigen Stellen anfangen. Der Autor ist nicht nur bemüht, die Erkenntnistheorie mit einfachen und teilweise lustigen Beispielen verständlich zu machen. Man merkt ihm auch an, dass er die klassische Literatur schätzt und in ihr zu Hause ist. Seine Betrachtungen zu Umweltfragen resultieren nicht aus utopischen Ideologien. Er sieht sie in den großen Zusammenhängen der Erdgeschichte. Seine Vorschläge sind realistisch und unterscheiden sich wohltuend von dem ärgerlichen Aktionismus, den Politiker unter den Schlagworten "Umwelt" und "Klimarettung" betreiben. An einigen Stellen des Buches fließen seine Erfahrungen mit den gesellschaftlichen Hierarchien in Politik und Forschung ein. Wie er feststellt, ähneln manche Verhaltensmuster den Verhaltensmustern tierischer Hierarchien. Seine diesbezüglichen Aussagen werden gewiss viele Leser mit heiterem Kopfnicken bestätigen. [von Rudolf J. Gottfried]




 Wasserstoff-Weltbild

Das Buch ist keineswegs ein Sprachrohr des Weltklimarates. Schon am Anfang des 1. Kapitels stellt der Autor klar:
"Man redet heute unentwegt von Klima-Katastrophen. Aber sie sind nichts Neues. Katastrophen sind Revolutionen in der Natur. Es gibt sie, seit es die Welt gibt." Folgerichtig beschäftigt sich das Buch hauptsächlich mit dem Nachweis, wie die "Urkatastrophe" in unserem Sonnensystem abgelaufen ist, nämlich die Bildung der Planeten aus dem Urnebel.

Ohne die Betrachtung der einzelnen chemischen Elemente ist diese Entwicklung aber nicht zu verstehen. Bei dieser Betrachtung, auch hinsichtlich der Verteilung der Elemente im Kosmos und in der Erdkruste, fallen einige Ungereimtheiten auf. So muss verwundern, dass trotz der naheliegenden Schichtung der Erde nach der Dichte gerade einige der schwersten Elemente, wie Barium, Thorium und Uran, fast ausschließlich auf die Kruste konzentriert sind. Dagegen lässt sich aber zeigen, dass alle Elemente, die ein niedriges Ionisationspotential haben, sich also schwer zum Metall reduzieren lassen, in der Kruste stark angereichert sind, wogegen die mit einem hohen Ionisationspotential in der Kruste verarmt sind. Diese Trennung konnte nur durch die Einwirkung eines großen Wasserstoff-Überschusses zustande kommen. Das ist allerdings nur eines seiner vielen Beweise. Es folgen viele weitere.

Da nach seiner Erfahrung viele Menschen mit der Chemie Schwierigkeiten haben, erklärt er alles, was mit Chemie zusammenhängt, sehr gründlich. Durch einige persönliche Episoden wird der Text etwas aufgelockert. Wenn man also die beschriebenen Chemismen verstanden hat, fällt es einem wie Schuppen von den Augen, dass alles- Beschaffenheit der Erde, des Mondes, des Mars, der Venus, seismische Messungen, Vulkanismus und alle neueren Beobachtungen und Messungen ohne Verbiegung und ohne zusätzliche Hypothesen zusammenpassen.

Der Untertitel "Wasserstoff-Weltbild" mag zunächst etwas anmaßend klingen. Man denkt an das Copernicanische Weltbild. Wenn man sich jedoch bewusst macht, worauf seine Argumentationskette hinausläuft, begreift man, dass da wirklich ein schlüssiges neues Weltbild vorliegt. Man wundert sich nur, dass sich die übrigen Wissenschaftler nicht begeistert darauf stürzen. Aber von Copernicus bis Kepler, der erst das heliozentrische Weltbild durchsetzte, sind auch 80 Jahre vergangen.

Erst im 21 und 22. Kapitel kommt der Autor auf Unweltfragen zu sprechen. Sein Problem ist die zunehmende Entwaldung und die Ausbreitung der Wüsten. Er beweist anhand überzeugender Zahlen, dass die Aufforstung der entwaldeten Flächen unter Nutzung verfügbarer Abwässer nicht nur die billigste und wirksamste Methode zum CO2 Sparen ist, sondern dass sie auch eine Menge weiterer wirtschaftlicher und klimaregulierender Vorteile hat.

Neben einigen kleinen Fehlern in dem Buch hat sich im letzten Kapitel, in der Mitte der Seite 195 ein irreführender Fehler eingeschlichen. Dort steht "Vulkanisten", gemeint sind aber "Neptunisten". Trotz der lockeren Schreibweise ist das Buch gedrängt voll mit wertvollen Informationen. Es sei jedem naturwissenschaftlich Interessierten zum Lesen empfohlen.


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