
Buchkritiken: Die letzten Tage des Hausmeisters von Horst Prosch
| 4 Sterne, 2 Rezensionen |
von: Horst Prosch
Verlag: Projekte-Verlag Cornelius

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Zwiespalt eines Hausmeisters
Das Buch ist überraschend anders geschrieben. Es zeigt den Frust eines Hausmeisters in den besten Jahren, der alles andere sein möchte, aber kein Hausmeister, und beschreibt seine Liason mit einer Märchenerzählerin - und die Aussicht, die sich Rolf Meissner dadurch bietet. Auf der anderen Seite steht seine Frau Susanne. Sie flieht mit einem altersschwachen Campingbus in den Norden und erzählt ihre Sicht der Ereignisse. Das ständige Wechselspiel der Erzählweisen - einmal die Sicht des Mannes, dann die Sicht der Ehefrau - macht das Buch überaus lesenswert.
Zwei Sichtweisen einer Ehe
Ein Hausmeister ist gefrustet. Er begegnet einer Märchenerzählerin. Seine Frau Susanne ist alles andere als begeistert. Das besondere an dem Buch ist die Erzählweise. Hausmeisterperspektive und jene der Ehefrau Susanne wechseln sich ab. Ergänzen sich. Berühren sich an manchen Punkten. Und legen die Abgründe einer Ehe bloß. Scheinbar gemeinsame Interessen werden zu Reibungspunkten, ein Haus zum Knackpunkt. Die Spannung, ob der Hausmeister endgültig zur Märchenerzählerin wechselt, bleibt bis zum völlig unerwarteten Ende aufrecht erhalten. Ein starkes Stück Buch. Hoffentlich schreibt dieser Autor noch mehr.
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