Bitte empfehle askDavid.com
   mit diesen Buttons für soziale Netzwerke:

Produkt:  

  



Buch: Bilden und Binden - Zur religiösen Grundstruktur pädagogischen Handelns von Thomas Mikhail

Buchkritiken: Bilden und Binden - Zur religiösen Grundstruktur pädagogischen Handelns von Thomas Mikhail

star rating  4.4 Sterne, 5 Rezensionen
Kategorien: Bücher, Bildung, Religion, Erziehung, Pädagogik, Hönigswald, Kant, Erziehungswissenschaft

von: Thomas Mikhail
Verlag: Lang, Peter Frankfurt






 Geiles Buch, geiler Typ

Habe selten ein anspruchsvolleres Buch von einer beeindruckenderen Person gelesen. Mikhail, du bist ein geiler Typ! Im Ernst: Mich hat das Buch von der ersten bis zur vorletzten Seite gepackt - das Fazit ist ein bisschen lau. Aber zwischendrin ist geballte Reflexion, die zum Nachdenken anregt wie kaum ein anderer erziehungswissenschaftlicher Schinken. Sehr lesenswertes Teil!




 Autor live besser als beim Lesen

Vielleicht ist es für eine Rezension ungewöhnlich, aber ich muss gestehen, dass ich bei Herr Mikhail studiere. Daher bin ich wohl was eine Besprechung betrifft etwas befangen, will aber angesichts der drei anderen Rezensionen unbedingt Stellung nehmen. Denn nach der Lektüre muss ich gestehen, dass ich kaum etwas verstanden habe. In den Seminaren ist Herr Mikhail sehr klar und verständlich, bringt viele Beispiele zu dem, was er meint und veranschaulicht dadurch immer, was für die Praxis herausspringt. Bei seiner Dissertation kam das überhaupt nicht durch. Manchmal versteht man ganze Abschnitte nicht und muss sie mehrmals lesen. Gerade das Kapitel über Hönigswald, das vom ersten Rezensenten so gelobt wurde, ist sehr kompliziert und unverständlich. Daher empfehle ich, Herrn Mikhail lieber live zu erleben als sein Buch zu lesen.


 Größtenteils hui, teils pfui

Der Leser muss bei der Lektüre der vorliegenden Schrift zwiegespalten sein. Vieles von dem, was Mikhail schreibt, ist für den Pädagogik-Laien schwer verständlich. Nicht bloß der Schreibstil ist größtenteils eigenartig, sondern auch die Gedanken gehen oftmlas mehr in Richtung Philosophie. Einleuchtend erscheint die Verbindung von Pädagogik und Religion in den Prinzipien der Wahrheit, Gutheit (auch so ein seltsames Wort) und Liebe. Insgesamt nimmt der Leser viel mit, was auch an den lehrreichen Fußnotizen liegt, wird aber stellenweise in Sphären geführt, die sehr abstrakt sind.


 Eine erhellende Untersuchung

Dieses Buch ist endlich einmal wieder ein Lichtblick in der bisweilen so niveaulosen Pädagogiklandschaft. Zwar ist der Schreibstil gewöhnungsbedürftig und nicht immer gleich eingänglich, aber die Gedanken sind großartig. Mir ist bei der Lektüre jedenfalls ein Licht aufgegangen! Für mich als Lehrer, also als Praktiker war diese Theoriekost nur zuträglich, und ich glaube wirklich, von pädagogischem Handeln nach der Lektüre viel mehr verstanden zu haben, was ich auch in der Praxis gebrauchen kann. Dass ich mich immer an den Leitgedanken der Liebe, Wahrheit und Gutheit halten soll, war mir in meiner bisher sehr pragmatischen Denke nicht gekommen, aber natürlich stimmt das. Dieses Buch ist nur zu empfehlen!


 Harte Lektüre für eine große Einsicht

Im Dschungel der erziehungswissenschaftlichen Litertur finden sich, weiß Gott, eingänglichere Texte als derjenige von T.Mikhail. Dennoch ist es dem Nachwuchswissenschaftler gelungen, die Thematik so zu konzentrieren, dass das Verhältnis von Pädagogik und Religion deutlich wird und sich nicht im geschichtlichen Allerlei verliert. Selten hat man zu diesem Thema eine konzisere Darstellung gefunden. Was selbst für den Fachmann zunächt wie altbekannte Binsenweisheit wirkt, nämlich dass Pädagogik ohne Religion nicht auskommt (blickt man nur auf die Geschichte des Bildungsbegriffs zurück), wird von Mikhail in völlig neuer und erhellender Sicht entfaltet.

Dass dabei der Transzendenzanspruch der Religion außen vor bleibt, führt sogar dazu, dass selbst bekennende Atheisten dem Buch etwas abgewinnen können. Manchmal scheint es der Autor allerdings mit seiner systematischen Strenge etwas zu weit zu treiben, z.B. wenn er anderen methodischen Zugängen die Möglichkeit abspricht, etwas Grundlegendes zum Verhältnis von Pädagogik und Religion beitragen zu können.
Als neu empfindet der Leser sicherlich auch die Darstellung der pädagogischen Theorien Richard Hönigswalds, Paul Natorps und Alfred Petzelts. Hönigswald, dessen Schriften eher wie eine Zumutung anmuten, wird von Mikail sehr präzise und "süffig" wiedergegeben. All jenen, die sich für das Gebiet der philosophischen Erziehungswissenschaft interessieren, dürfte dieses Buch ein wahrer Gewinn sein. Gesamturteil: Horizonterweiternd!


 Weitere Rezensionen lesen oder Eine eigene Rezension erstellen 









Kommentare





Empfehlungen








Produkt:  

  



Weitere Rezensionen

   • Buchkritik: Wie man sich unsichtbar macht - Ein Anstoß zur Diskussion im Unterricht von Astrid Bötticher
   • Buchkritik: Entwicklung eines Systems zur simultanen Optimierung der Montagegerechtigkeit und des Produktionsablaufs ...
   • Buchkritik: Alle ins Gold und andere Irrtümer rund um Pfeil und Bogen von Thomas M. Meine



  Liste der veröffentlichten Rezensionen anzeigen


Home | Kontakt | Rechtliche Hinweise | Impressum Gefällt dir askDavid.com?