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Buch: Alle ins Gold und andere Irrtümer rund um Pfeil und Bogen von Thomas M. Meine

Buchkritiken: Alle ins Gold und andere Irrtümer rund um Pfeil und Bogen von Thomas M. Meine

star rating  4.5 Sterne, 4 Rezensionen
Kategorien: Bücher, Belletristik, Humor, Pfeil, Bogen, Sagen, Mythen, Legenden, Bogenschießen

von: Thomas M. Meine
Verlag: Books on Demand




 Das Buch hat mich bewegt, auch wenn ich es an die Wand schmeissen wollte

Satire pur, eigentlich eine Frechheit - würde man am Schluss nicht vollumfänglich zustimmen müssen. Ausgezeichnet recherchiert. Ich kenne kein anderes Buch was so gnadenlos mit altdeutschen Sagen oder griechischen Mythen abrechnet. Alles Blödsinn? Ja, stimmt! Insofern ist es auch allgemein lesenswert, nicht nur für Bogensportler. Na ja, ob man Herrn Goethe oder Herrn Schiller auch "abwatschen" muss ist wohl der Teil der etwas überzieht. Kurze, deshalb auch verdaubare Kapitel, die allesamt schnell auf den Punkt kommen ohne dabei langatmig herumzueiern. Ich habe mich - nach Eingewöhnung - jedenfalls köstlich amüsiert.




 Schade, dass der Titel eigentlich nur Bogenschützen anzieht

Das Buch (oder besser der Author) haut mal kräftig drauf. Allerdings mit ertaunlichem Hintergrundwissen, schwer zu widerlegenden Fakten und ohne Respekt vor großen Namen. Goethe, Schiller, die Gebrüder Grimm, die alten Griechen und wer noch alles, ohne Rücksicht geht's zu Sache. Es sind die Sagen, Mythen oder Legenden rund um das Thema Pfeil und Bogen, die hier "zerlegt" werden, aber der Rahmen geht weiter, so wie Pfeil und Bogen Teil unserer Geschichte und Kultur sind. Das was da über den Wahrheitsgehalt all der Geschichten schonunglos abgelästert wird, gilt auch allgemein. Wir träumen gerne und seien die Geschichten die man uns auftischt noch so dumm. Die generelle Aussage ergibt sich aber nicht aus langen Erläuterungen, sondern aus vielen Kapiteln mit abgeschlossenen Geschichten. Man kann die schwere Kost also Stück für Stück verdauen. Mir hat das Buch gefallen - mehr noch: Ich habe sehr viel Allgemeinwissen mitbekommen und besonders solches, mit dem man auch mal in Opposition zum Standardwissen glänzen kann.


 Alle ins Gold und andere Irrtümer rund um Pfeil und Bogen

Knallharte Satire, viel Humor und ... eigentlich eine Reihe von Unverschämtheiten gegenüber den hochverehrten Herrn Goethe, Schiller, den Gebrüdern Grimm oder den alten Griechen. Alles in allem gut zu lesen. Da es aus vielen in sich abgeschlossenen Kapiteln besteht (eben die gnadenlose Zerlegung einzelner Sagen Legenden, Mythen etc.) kann man sich das alles gut aufteilen.

Dazwischen steckt eine große Menge an historischem Wissen, was das Buch auch unter diesem Aspekt sehr interessant macht. Nicht nur die Freunde von Pfeil und Bogen kommen auf ihre Kosten. [von Bernd R.]


 ungewöhnlich und überraschend

Obwohl der Autor alles dafür tut, auf den Stil und die ungewöhnliche Herangehensweise an die Themen hinzuweisen (z.B. Buch Cover-Rücken") oder auf der allerersten Seite: "Das Buch das nirgends aneckt, es allen recht macht und niemanden aufregt, heißt Telefonbuch. Dies ist kein Telefonbuch" wird man nach einleitenden Seiten ein ums andere Mal regelrecht umgehauen. Da ist fast alles unwahr, was wir uns als Sagen, Legenden und schönen Geschichten so eingeprägt haben.

Die Gebrüder Grimm, Schiller, Goethe oder die alten griechischen und römischen Mythenschreiber werden gnadenlos abgekanzelt und Legenden zerlegt. So ist dieses Buch nicht nur für Freunde des Bogensports oder für das allgemeine Interesse an Pfeil und Bogen (sehr gute und detailierte historische Betrachtungen inklusive) hochinteressant, sondern auch im Kontext mit Literatur und Historie im allgemeinen.

Kaum lässt der Autor Zeit zum Luftholen mit kurzen und humoristischen Einlagen, haut er einem wieder "Ötzi" oder die Mongolen um die Ohren, bis schließlich die Amazonen den Reigen schließen. Der Autor scheint zwei Dinge zu lieben: Die Wahrheit und Märchen, weil letztere den nicht vorhandenen Wahrheitsgehalt nicht kaschieren.

Aus dem Rahmen fällt nur die lang geratene "Verhohnepiepelung" des Kyudo-Bogens. Obwohl die Freunde desselben im Vorwort gebeten werden, dies mit Humor zu nehmen, wird das diesen wohl schwer fallen. Man müsste eigentlich das Buch ganz am Stück lesen, um am Ende die über allem lagernde Weisheit zu verstehen, dazwischen verhindern Schocktherapien und eine große Fülle von weithin unbekannten Fakten, dass man den Wald inmitten der Bäume sieht.

Einmal etwas ganz anderes, dabei sollte schon das Titelbild suggerieren, dass die Welt hier auf den Kopf gestellt wird. Am Ende des Buches weiss man, dass sie so herum aber richtig steht. Unbedingt Lesenswert!


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